Donnerstag, 14. Februar 2019

Sage mir, was du liest: "Skin Medicine - Die letzte Grenze" von Tim Curran

Etwas unaussprechlich Böses wandelt durch die Utah-Territorien im Jahre 1882. Bürgerkriegsveteran und Kopfgeldjäger Tyler Cabe, der seinen Lebensunterhalt mit der gnadenlosen Verfolgung von Straftätern bestreitet, muss nun etwas jagen, das die Vorstellungskraft eines lebendigen Menschen bei weitem übersteigt.

Für mich war »Skin Medicine« der erste Western mit Horror-Elementen bzw. Geisterschocker im Westernsetting. Dabei find ich den Grundgedanken sehr naheliegend. Der Zusammenprall von einerseits Menschen, die auf ihre technischen Errungenschaften (Waffen, Maschinen, Datenübermittlung) gepaart mit Eroberungswillen vertrauen. Auf der anderen Seite die Natives in ihrer steinzeitlichen Gesellschaft mit all ihren Mythen, Dämonen, Geister und Schamanen.

Dienstag, 5. Februar 2019

Sage mir, was Du liest: "Der Mongole - Das Grab in der Steppe" von Ian Manook


Klappentext:

Sogar in den endlosen Weiten der mongolischen Steppe lautert das Böse – doch manchmal versteckt es sich gut ...

Kommissar Yeruldelgger hat selten gute Tage, aber heute ist ein besonders schlechter: Erst wird in der mongolischen Steppe die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden, tief in der Erde vergraben auf seinem Dreirad. Kurz danach entdeckt man in der Hauptstadt die entstellten Leichen chinesischer Geschäftsleute. Zwei Fälle, die Kommissar Yeruldelgger vor ein Rätsel stellen. Er ahnt noch nicht, dass die Verbrechen zusammenhängen. Und dass sie Teil eines perfiden Plans sind, der Jahre zuvor sein Leben fast zerstört hat – und ihm jetzt das wenige zu nehmen droht, das ihm noch geblieben ist ...


Ich lese eher selten Krimis oder Thriller. Das bevorzugte Format, in dem ich solche Geschichten am liebsten konsumiere, ist das Fernsehen. Doch hin und wieder gibt es so ein Buch, dass mich antriggert, den SuB links liegen zu lassen und zuzugreifen.

»Der Mongole – Das Grab in der Steppe« ist so ein Buch. Mongolen, die Indianer des Ostblocks. Ein Thema, das mich schon immer fasziniert hat, auch wenn ich ehrlich bin und über die Dschingis Khan Historie kaum hinaus gekommen bin. Abgesehen davon, dass ich tatsächlich mal jemanden kannte, der sich Anfang/Mitte der Neunziger in der Hauptstadt der Mongolei Ulan Bator (so schrieben wir es damals!) um Straßenkinder gekümmert hat. Ich weiß, wie das klingt ... ich kannte mal jemanden, der jemanden kannte ...

Zurück zum Buch: Wenn ich nämlich doch zu Krimis/Thrillern in Buchform greife, dann ist es, weil sie etwas Neues versprechen. Das sie etwas anders machen. Tana French war vor Jahren mal so jemand, der mich literarisch echt vom Hocker gehauen hat. Oder Roger Smith mit seinen Thrillern, die in Südafrika spielen. (Wobei mir da einer tatsächlich gereicht hat. Der war gut, keine Frage, aber mehr wollte ich dann nicht davon.)

Das Setting Mongolei ist nun definitiv unverbraucht und so las ich die Leseprobe, die mich auch ziemlich begeisterte. Da war schon eine Menge drin. Gute Beschreibung der Lebensumstände in der mongolischen Steppe, die Landschaft, die Mentalität der Leute, ein Leichenfund, ein Kommissar und ein Landpolizist, etwas Humor ...

»Der Mongole – Das Grab in der Steppe« ist ein ziemlicher Wälzer und jetzt, wo ich ihn durch habe, bin ich doch ziemlich zwiegespalten.

Freitag, 18. Januar 2019

Sage mir, was du liest: "Swans Song 1 & 2" von Robert McCammon

Die im deutschen in zwei Teilen erschienenden Bücher, sind im Original eins. Auch wenn die Teilung diesmal in der Story vorgegeben ist, es gibt einen Zeitsprung von 7 Jahren, so bespreche ich beide Teile dennoch, natürlich spoilerfrei, in einer Rezension!


Klappentext: 

Teil 1: Der legendäre Endzeit-Thriller. Düster, brutal und mit epischer Wucht erzählt.

In diesem Endzeit-Thriller beschreibt der Bestsellerautor die Welt nach der atomaren Apokalypse. Die menschliche Zivilisation bricht zusammen und die wenigen Überlebenden werden in eine vorindustrielle Welt katapultiert, in der sie zu hungrigen Bestien mutieren.
Der nukleare Winter senkt sich wie ein Leichentuch über die verkohlte Erde.
Durch dieses verstrahlte Land wandert Swan - das neunjährige Mädchen spürt, dass etwas Übernatürliches am Werk ist: das personifizierte Böse, das die Menschheit endgültig vernichten will. Swan erlebt die ultimative Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse.


Teil 2: Eine erkaltete, hoffnungslose Welt. Heimgesucht von einer uralten bösen Macht.

Er ist der Mann mit dem scharlachroten Auge, der Mann der vielen Masken. Er vereint die Kraft der menschlichen Gier und des Wahnsinns. Er durchstreift das nuklear verstrahlte Land auf der Suche nach einem Kind, ein Mädchen mit den Namen Swan.
Das Kind muss vernichtet werden, denn es besitzt die Gabe. Swan kann den toten Boden wieder Leben geben und den Menschen somit Rettung bringen …
Das Ende der Welt ist nur der Start für den letzten Kampf der Menschheit.

»Swans Song« wird oft mit »The Stand« von Stephen King verglichen. Ein Vergleich, der durchaus nachvollziehbar ist.
Doch, ist er auch berechtigt?