Freitag, 10. März 2017

Hinter den Kulissen. Coverbilder.


Die Arbeit eines Selfpublishers ist ständigen Veränderungen unterworfen. Da ich mich ja um alles alleine kümmere und somit auch (finanzielle) Prioritäten setzen muss. Andererseits bietet mir KDP die Möglichkeit, relativ zügig zu reagieren.

Z.B. Werbung: Ich hatte einige bezahlte Werbeaktionen gestartet. Als Feedback auf eine, bekam ich vom Werbetreibenden, eine nette Mail mit ein paar Vorschlägen, dass ich an Titel, Cover etc. doch einiges ändern sollte. Der Grund war, dass die Clicks auf mein Werk auf seiner Seite »weit unter dem Durchschnitt« lagen.

Also schaute ich mir (wie vorgeschlagen) die Cover der Ebooks an, die sich in der gleichen Kategorie im Ranking weit über mir tummeln.

Zunächst fiel mir auf, dass alle Autoren die »debütieren« nicht nur einen Titel, sondern auch einen Untertitel und eine Genreschublade auf dem Cover hatten. (Z.B. »Ein unseliger Ort«, ein Buch, das bei mir einen eher zwiespältigen Eindruck hinterließ, aber dazu mehr in einer Rezie.)

https://www.amazon.de/Ein-unseliger-Ort-Erl%C3%B6sung-Requiem-ebook/dp/B01NCYZY2J/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1489135581&sr=1-1&keywords=ein+unseliger+ort

Die Autoren, die schon einen Namen haben (z.B. Noah Fitz, Ilona Bulazel u. Ä.) können darauf verzichten. Da steht nur noch Name und Titel drauf. Klar. Sie haben sich als Marke etabliert, der Leser weiß, was ihn erwartet. Sie würden wahrscheinlich erst wieder solche Hilfsmittel anwenden, wenn sie mal, was außerhalb ihres Stammgenres publizieren.

Also startete ich eine Runde mit meinen Testlesern, bezüglich möglicher Untertitel. Ich muss dazu sagen, dass ich diese als Leser total besch... finde. Das wirkt für mich immer wie eine Erklärung.

Aus Sicht des Verlegers, Verkäufers erschloss sich mir aber (leider) sehr schnell der Zweck. »Watt der Bauer nicht kennt, datt frisst er nicht!« Darum musste ich auch Vorschläge eher kryptischer, poetischer Untertitel (Anspielungen auf »Wizard of Oz«, die Hauptpersonen oder Handlungsorte) ablehnen.

Leider benötigte ich Untertitel, die eindeutig etwas zum Genre und zu dem sagen, was den neugierigen Leser erwartet.

Da Teil 1 eine Exposition ist, kam ich sehr schnell darauf, dass ich hier sagen muss, dass es eben »nur« ein Beginn ist. Der zweite Gedanke war dann, dass das Thema »Geister, Mystery« in den Vordergrund geschoben werden müsste.

Bei Teil 2 und Teil 3 war es einfacher. Teil 2 zitiert eine Aussage eines Protagonisten, die auf Samhain, dem irischen Ursprung des heutigen Halloweens anspielt. Das in dieser Nacht, die Toten noch einmal nach Hause zurückkehren. Teil 3 ist das berühmte (urheberrechtsfreie) Zitat aus Dantes »Inferno«, dass sehr gut dazu passt, das Teil 3 bereits den Haupthandlungsort im Titel trägt.

Im nächsten Schritt ging es an die Änderungen der Cover. Ja, ich (und auch alle meine Testleser/innen, sogar die ersten Buchblogger/innen) mochte/n die ersten Cover. Weil sie anders waren. Guter Gedanke, dann fallen sie auf. Aber, siehe oben. »Watt der Leser nicht kennt ...«. Also musste ich wohl oder übel meinen Stolz als kreativer Mensch herunterwürgen und nach massenkompatiblen, schubladeneindeutigen Motiven suchen.

Als Nutzer von Stockfotos ist das zwar kostengünstig, aber nicht sehr einfach, da man sich tagelang durch Fotos klickt, in der Hoffnung eine Inspiration zu finden. Dann wollte ich eigentlich auch, dass es wieder 3 Cover werden, die schon anhand der Bilder die Trilogie zeigen.

Einer der ersten Entwürfe waren diese hier:







Sie sind sehr gruselig und schreien regelrecht nach der Aufmerksamkeit des Lesers. Aber sind das wirklich meine Bücher? Mir sahen sie dann doch irgendwie zu sehr nach »Festa Extrem« aus und das bin ich nicht.

Also gab es einen Entwurf, der eher sanft in Richtung »Mystery« geht.



Schlussendlich hat die »Mystery«-Linie gewonnen, auch wenn die Meinungen meiner Testleser/innen genau 50:50 waren. Das Zünglein an der Waage war dann, unbewusst, der Autor L. C. Frey, den ich fragte. Ich wusste, dass er »Dämmergrau« gelesen hatte, und bat ihn um seine Meinung. (Im Übrigen, hat er die Cover seiner »Jack Sloburn« Reihe auch geändert und witzigerweise ziert diese jetzt das Stockfotomotiv, dass ich als Konterfei für mein Pseudonym verwende. Also ist Anton Serkalow jetzt nicht nur Autor, sondern auch als Dämonenjäger Jack Sloburn unterwegs. Das finde ich cool.)

Danach begann die langwierige Suche nach zwei weiteren Motiven zu Teil 2 und 3. Dazu mehr in einem neuen Post. Bis bald.

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