Sonntag, 19. August 2018

Hundeleben »Kampfhund und SUV verzichtbare Penisverlängerungen?«

Auf »Spiegel-Online« findet sich ein Artikel über die TV-Reportage »Wie gefährlich sind Kampfhunde«.

Neben dem obligatorischen Verständnis dafür, dass die dokumentierten Fälle, in denen »Kampfhunde« andere Hunde, Kinder oder gar ihre Halter attackiert haben, natürlich schlimm sein, kritisiert der Verfasser u.A.: »Trotzdem lässt die Reportage tendenziös Details aus, die ihre Grundthese - alle Kampfhunde sind gefährlich - schwächen könnte.«

Vielmehr weist er in seinem Artikel darauf hin: »In der Beißstatistik von Hamburg etwa liegt der American Staffordshire Terrier auf Platz neun, vor ihm im Ranking - man muss den Beitrag kurz pausieren, um das lesen zu können - augenscheinlich harmlose Rassen wie der Mexikanische Nackthund und der Pudelpointer, auf Platz eins der Schwedische Lapphund, eine Hütehundrasse.«


Zwar heißt es bereits im Untertitel: »... vernachlässigt den entscheidenden Faktor: die Menschen, die zu den Hunden gehören.«, was erst einmal grundsätzlich auch meine Meinung ist.

Das Problem eines Hundes hängt immer am anderen Ende der Leine! Es ist niemals der Hund.
Allein schon, da er evolutionsbiologisch gar nicht in der Lage ist, mit uns aufrechtgehenden Primaten zu kommunizieren und sich so den Regeln unseres sozialen Zusammenlebens anzupassen. (Ich weiß, dass können auch manche der selbsternannten »Krone der Schöpfung« nicht, dies soll aber hier nicht das Thema sein.)

Freitag, 17. August 2018

Sage mir, was du liest: »Tsukuyumi« von Felix Mertikat u. a.

Klappentext (lt. Amazon. Auf dem Buch selbst steht ein anderer):

Der spannende Comic zur Kickstarter-Sensation erzählt die Ursprungsgeschichten der verschiedenen Fraktionen des komplexen Strategiespiels.

Ganze acht verschiedene Rassen kann der Spieler im Brettspiel-Hit Tsukuyumi kontrollieren. Egal ob die tierischen Boarloards, die Insektoiden Dark Seed, die mechanoide Kampfgruppe 03 oder die supercoolen Cybersamurai – abgefahrene Action ist garantiert.

Diese epische Welt hat eine so komplexe Hintergrundgeschichte, dass Erfinder und Zeichner Felix Mertikat die besten Autoren der Szene mit an Bord geholt hat. Wer die Werke von Andrea Bottlinger, André Wiesler, Bernd Perplies, Bernhard Hennen, Christopher Tauber, Oliver Hoffman und Verena Klinke schätzt, kann ihre Handschrift in der Geschichte von Tsukuyumi wiederfinden.

Stellt Euch ein postapokalyptisches Szenario vor. Der Mond ist in die Erde gestürzt, und in einem gigantischen Krater liegt nun Tsukuyumi, der seine Diener in die Welt schickt, alles Leben auszulöschen. Fantastische neue Spezies haben sich entwickelt, und nun erzählt uns der Autor nicht nur von den letzten überlebenden Menschen, sondern auch von genmutierten Landwalen, rasenden Boarlords, der Insektenkönigin und ihrem Schwarm… Hier ist entsteht gerade eine ganze Welt. Gewaltige Kampfroboter treffen auf Kräfte der entarteten Natur. Und all diese Völker und Fraktionen müssen sich nicht nur gegen ihre Feinde zur Wehr setzen, sondern auch gegen ihn: Den Weltzerstörer.


Als großer Freund der analogen Unterhaltung (um mal diese beiden netten Herren zu zitieren) wurde ich schon sehr früh auf die Kickstarter-Aktion von Felix Mertikats Brettspiel »Tsukuyumi« aufmerksam.

Mertikat ist für mich spätestens seit »Steam Noir« einer der besten deutschen Zeichner mit einem eigenständig erkennbaren Stil.

Das Brettspiel selbst, klingt durchaus spannend, da die Mindestspieleranzahl von 3 Personen bei uns aber kaum zustande kommt, kam es für mich nicht in Frage.

Nun brachte der feine Comic-Verlag Cross-Cult ein Comic mit gleichem Titel heraus und veranstaltete dafür eine Leserunde auf Lovelybooks. (Durch die ich das Buch erhielt.)

Der Klappentext auf dem Buch selbst (in dem das Spiel überhaupt nicht erwähnt wird) und die Veranstaltung dieser Leserunde, weckten die Erwartung, dass mit dem Comic eben Leute in den Genuss von Mertikats Zeichnungen und Weltenentwurf kommen können, ohne das Brettspiel kennen zu müssen, zu wollen.

Funktioniert »Tsukuyumi« der Comic also unabhängig vom Brettspiel?

Montag, 13. August 2018

Sage mir, was du liest: »per ignem – c23 Band 2« von Ralph Edenhofer

Klappentext:

Nach ihrer Rückkehr zum Mars gerät Kareena Toran in arge Bedrängnis. Jemand hat es auf ihr Leben abgesehen. Dem unbekannten Widersacher muss sie sich alleine stellen, denn sie befürchtet, dass Angehörige ihres eigenen Konzerns an dem Angriff beteiligt sind. Auf der Suche nach den Verantwortlichen verschwimmen die Grenzen zwischen Freund und Feind. Und sie selber wird psychisch und moralisch auf eine Probe gestellt, die ihr gesamtes Dasein ins Wanken bringt.
Auch Skip und das Protektorat kommen nicht zur Ruhe. Innere Machtkämpfe spalten die Führung der Aufständischen. Doch auch von außen droht der Mutantennation Gefahr. Wie aus dem Nichts tauchen neue Gegner auf, denen selbst die Omega-Krieger nicht gewachsen zu sein scheinen.
Ein Strudel aus Gewalt und Intrigen erfasst das halbe Sonnensystem und droht, unzählige Opfer zu verschlingen.


Intrigen, Raumschlachten und dreidimensionale Figuren in einem perfekt ausgearbeiteten Zukunftsszenario. SF vom Feinsten!

Meine Meinung über den ersten Band »ex vitro« kann man hier ja noch mal nachlesen.

Obwohl dieser nicht mit einem Cliffhanger endete, also gut und gerne erst einmal als eigenständiges Werk stehen bleiben könnte ... obwohl ich oft auch gerne mal eine Pause zwischen mehreren Teilen mache, da mich das Verweilen in den gleichen Sujets oder Genres doch manchmal langweilt ...

Begann ich dennoch sofort nach Abschluss von »ex vitro« mit dem Nachfolger »per ignem« und wie immer lautet die Frage:

Hat es sich gelohnt?

Donnerstag, 2. August 2018

Sage mir, was du liest: »Batman – Der dunkle Prinz – Band 2 von 2« von Enrico Marini

Klappentext: »Der beliebte und erfolgreiche italienische Comic- Künstler Enrico Marini (DER STERN DER WÜSTE, Der Skorpion) inszeniert als Autor und Zeichner eine unvergessliche Batman-Geschichte im Albumformat, die Gotham City und seinen grimmigen Dunklen Ritter in einem völlig neuen Stil und Licht zeigt. Der Joker hat ein kleines Mädchen entführt, und Batman ist bereit, alles dafür zu tun, die Kleine zu finden ... «

Nach meiner Meinung zum ersten Teil war hier ja nur eine Frage zu beantworen:

Kann der zweite Teil die Erwartungen erfüllen?


»Der dunkle Prinz« ist erzählerisch durchaus so gehalten, dass man schnell merkt, dass Marini die Geschichte ganz offensichtlich nicht als Mehrteiler geplant hatte.