Montag, 13. August 2018

Sage mir, was du liest: »per ignem – c23 Band 2« von Ralph Edenhofer

Klappentext:

Nach ihrer Rückkehr zum Mars gerät Kareena Toran in arge Bedrängnis. Jemand hat es auf ihr Leben abgesehen. Dem unbekannten Widersacher muss sie sich alleine stellen, denn sie befürchtet, dass Angehörige ihres eigenen Konzerns an dem Angriff beteiligt sind. Auf der Suche nach den Verantwortlichen verschwimmen die Grenzen zwischen Freund und Feind. Und sie selber wird psychisch und moralisch auf eine Probe gestellt, die ihr gesamtes Dasein ins Wanken bringt.
Auch Skip und das Protektorat kommen nicht zur Ruhe. Innere Machtkämpfe spalten die Führung der Aufständischen. Doch auch von außen droht der Mutantennation Gefahr. Wie aus dem Nichts tauchen neue Gegner auf, denen selbst die Omega-Krieger nicht gewachsen zu sein scheinen.
Ein Strudel aus Gewalt und Intrigen erfasst das halbe Sonnensystem und droht, unzählige Opfer zu verschlingen.


Intrigen, Raumschlachten und dreidimensionale Figuren in einem perfekt ausgearbeiteten Zukunftsszenario. SF vom Feinsten!

Meine Meinung über den ersten Band »ex vitro« kann man hier ja noch mal nachlesen.

Obwohl dieser nicht mit einem Cliffhanger endete, also gut und gerne erst einmal als eigenständiges Werk stehen bleiben könnte ... obwohl ich oft auch gerne mal eine Pause zwischen mehreren Teilen mache, da mich das Verweilen in den gleichen Sujets oder Genres doch manchmal langweilt ...

Begann ich dennoch sofort nach Abschluss von »ex vitro« mit dem Nachfolger »per ignem« und wie immer lautet die Frage:

Hat es sich gelohnt?
Ganz klar: Ja!

Ralph Edenhofer macht auch im zweiten Band alles richtig, was man in einem zweiten Band richtig machen kann.
Sein handwerkliches Können als Autor steht für mich mittlerweile erhaben über jedem Zweifel.
Edenhofer bringt dezent einige neue Protagonisten in die Geschichte, damit durch den Fokus auf die bisherigen Hauptfiguren auch gar keine Langweile aufkommen kann. Dies ist oft der Tod einer Serie. Beim TV heißt es: »Wenn es den Autoren nicht mehr gelingt, die Story voran zu treiben, werden neue Figuren eingeführt.« (Bestes bzw. in diesem Fall schlechtestes Beispiel dafür ist die zweite Staffel von »Twin Peaks«.)
Der Autor von »c23« tut dies allerdings so geschickt, dass der Leser nicht nur das Gefühl hat, dies wäre absolut notwendig – was es auch ist, da sie entscheidend zur Geschichte beitragen – nein, es fühlte sich sogar so an, als wären die auch im ersten Band schon vorhanden gewesen. (Gut, eine wurde sogar erwähnt.)
Allein aber dies ist in meinen Augen ein absoluter Beweis für die goldene Schriftstellerhand von Herrn Edenhofer.

Ansonsten gibt es die, für den zweiten Teil plottechnisch wirklich wichtigen Veränderungen und Entwicklungen. Es werden große (kinoreif erzählt) Raumschlachten geschlagen.
Erste Siege werden wieder zu Niederlagen.
Es gibt große Verluste an Leib und Seele.
Vieles wird zerstört und die Figuren werden Konflikten ausgesetzt, die sie auf jeden Fall verändern.

Nun bleibt nur noch, mich auf ein fulminantes Finale zu freuen.

Edenhofer schafft in »per ignem« Verschwörungen und Intrigen auf politischer Ebene, die uns nur zu bekannt vorkommen, nur dass sie in seiner Welt eben das gesamte Sonnensystem bedrohen.
Er inszeniert kleine Kämpfe, wie aus einem guten Actionfilm und cineastische Raumschlachten, die man sonst nur von »Star Wars« (als Film!!) kennt.
Er kreiert Figuren, deren Motivation er uns immer wieder nahe bringt, so dass er den Leser des Öfteren mit dem Durchbrechen des Gut-Böse-Schemas überrascht, bzw. ihn mit seinen Erwartungen an der Nase herumführt.

Für mich war der Lesegenuss tatsächlich noch um einiges höher als beim ersten Band, obwohl das mathematisch auf Grund meiner Sternvergabe gar nicht möglich ist.

»per ignem« schafft es »ex vitro« erzähltechnisch, sprachlich handwerklich, unterhaltsam spannend und emotional wuchtig tatsächlich noch zu toppen.

5 begeisterte Sterne(nsysteme).

Teil 1 auf Amazon kaufen.

Teil 2 auf Amazon kaufen. 

Affiliate-Links. Was ist das?
Ich habe in diesem Text sogenannte Affiliate-Links gesetzt. Das heißt: Wenn jemand auf einen Link im Artikel klickt, und das Produkt in dem Online-Shop tatsächlich kauft, bekomme ich in manchen Fällen eine kleine Provision.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen