Dienstag, 4. September 2018

Sage mir, was du liest: »in abyssum: c23 - Band 3« von Ralph Edenhofer

Klappentext:

»Auf dem Jupiter und seinen Monden versuchen die Mutanten und ihre Verbündeten, der Verfolgung zu entkommen. Doch der Frieden im jovianischen System währt nicht lange. Eine Serie von Anschlägen erschüttert das Protektorat. Alte und neue Feinde drohen, die mühsam aufgebaute neue Heimat zu vernichten.
Auch Kareenas Weg führt zum Jupiter. Um die Verantwortlichen für den Tod ihrer Eltern und ihres Geliebten zur Rechenschaft zu ziehen, muss sie ein weiteres Mal in die Geschicke der Mutantennation eingreifen.
Auf dem Jupitermond Kallisto kommt es zur alles entscheidenden Schlacht. Wer sich behaupten kann und wer in den Abgrund gezogen wird, steht auf Messers Schneide.«



Meine Meinung über den ersten Band und den zweiten Band der Trilogie kann man beim Klick auf den jeweiligen Link nachlesen.

Wie immer stellt sich für mich, und damit hoffentlich für Sie lieber Leser meines Blogs, die Frage:

Lohnt es sich, die gesamte Trilogie zu lesen?
»Sie wollen die Freiheit? Dazu gehört es, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen und die Konsequenzen zu tragen.«

Ich fange diesmal mit einem Zitat aus der Geschichte an, welches erst kurz am Ende auftaucht, dass ich aber als gelungenes Beispiel sehe, warum die »c23« Trilogie so eine verdammt gute Sci-Fi-Unterhaltung ist.

Als großer Fan der 3-Akt-Struktur befindet sich »in abyssum« Anfangs am Ende des 2. Aktes und damit dem großen »all is lost«.

Die Hauptfiguren haben an diesem Punkt der Geschichte wirklich alles verloren, was sie bisher ausgemacht hat und man merkt als Leser schnell, warum diese Erzählstruktur sinnvoll ist.

Denn ansonsten wäre nach dem Ende von Band 2 eigentlich nur belangloses »Blablabla« drin gewesen, dass vielleicht noch die ein oder andere Frage aus den ersten Bänden beantwortet hätte aber nicht für einen kompletten dritten Band ausreichend gewesen wäre.

Aber Ralph Edenhofer, den ich mittlerweile neidlos als ganz großen Handwerker bezeichnen kann, ist ein wirklich viel zu guter Autor, als dass er in diese Falle tappt.

Sein dritter Band ist ein fulminantes Finale mit ein paar (manchmal sogar schmerzhaften) Überraschungen für das Setting, die Figuren und den Leser. Ein Showdown in dem er noch einmal aufzeigt, dass Weltraumschlachten nicht nur auf der Kinoleinwand funktionieren, in dem er sie einfach aus der Sicht seiner wichtigsten Protagonisten erzählt.
Es gibt Wendungen und Weiterentwicklungen, das gesamte Szenario wird aufgelöst, alle Fäden sauber zum Ende hin verknotet und die Geschichte zu einer guten Auflösung gebracht.

Im Nachwort kündigt der Autor an, dass noch weitere Geschichten aus dieser Welt erzählt werden wollen. Für den Freund von intelligenter, unterhaltsamer Science-Fiction stellt sich damit also nur die Frage, was er bis zum nächsten Buch aus Edenhofers Feder lesen soll.

Ich bereue keine einzelne Sekunde, die ich in den letzten Wochen mit der »c23«-Trilogie verbracht habe, wo ja Sci-Fi nicht mein bevorzugtes Lesegenre ist. Aber es hat sich gelohnt. Und der vorläufige Abschluss genügt mir völlig, um mich ohne vor Neugier zerfetzt zu werden, jetzt erst einmal anderen (von mir eher prefärierten) Genres zu widmen.

Hut ab Herr Edenhofer und ich hoffe, dass man Sie eines Tages in einem Atemzug mit den großen Namen des Science-Fiction nennen wird. Verdient hätten Sie es!

Weiterhin 5 begeisterte Sterne.

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