Dienstag, 28. November 2017

Sage mir, was du liest: "Azrael" von Wolfgang Hohlbein

Klappentext:

»Der Tod wandert durch Berlin. Das Mystery-Kultbuch „Azrael“ von Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein jetzt als eBook bei dotbooks.

Acht Stockwerke tief: Vor den Augen von Polizist Bremer schlägt ein Mann auf dem Asphalt auf. War es Suizid? Als das Apartment des Toten aufgebrochen wird, machen die Beamten eine grausige Entdeckung: AZRAEL steht in fetten Lettern an die Wand – geschrieben mit dem Blut des Toten. Dies ist der Beginn einer mysteriösen Selbstmordserie, die ganz Berlin in Atem hält. Steckt hinter den Fällen ein perfider Killer oder ist der Todesengel selbst, der in der Stadt wütet? Selbst der Rationalist Bremer wird bald von einer einzigen Frage beherrscht: Welchem Alptraum ist dieser Wahnsinn entsprungen?«


Guter Klassiker des modernen, deutschsprachigen Mystery-Horrors.
Ich hatte einfach mal wieder Lust auf einen Klassiker. Ja, Klassiker. So wie Karl May. Denn ebenso wie der alte »Mayster« ist Hohlbein ein Autor, der im Grunde immer den gleichen Plot verwendet und ihn nur in einem anderen Setting ansiedelt.

Es geht also nie um große Überraschungen oder Innovationen, sondern schlicht um die Frage, ob der Autor mich einige Stunden unterhalten kann. Und das schaffen Karl May und Wolfgang Hohlbein immer wieder bei mir.

Ich habe Hohlbein damals nicht über seine Fantasy-Bücher, sondern seine Horror-Werke entdeckt. »Magog« war, soweit ich mich erinnere, mein erster Hohlbein.
Was ich an Hohlbein immer mochte, war, dass er sehr viele Geschichten in Deutschland angesiedelt hatte und damit bewies: Gute Genreliteratur funktioniert auch in unseren heimischen Gefilden.

»Azrael«, ich erinnere mich, dass ich das Buch damals bei Erscheinen sehr genial fand. Und da ich mal wieder Lust auf eine vernünftige (deutsche) Horror-Mystery-Story hatte, griff ich noch einmal zu. (0,99€ für das Ebook, da kann man nichts falsch machen)

Hohlbein beherrscht sein Handwerk (mittlerweile sehr routiniert. Das mag auf Dauer schaden, bei einem Hohlbein alle Jubeljahre mal, stört es mich nicht.).
»Azrael« ist ein Mystery-Thriller, geschrieben in einer Zeit, wo das Wort noch gar nicht so oft verwendet wurde.
Routiniert schafft er es, einen gut durchdachten Plot stringent zu erzählen. Die Beschreibungen, in denen er den Todesengel auftauchen lässt, oder von Leuten sehen, fühlen lässt, sind ebenso bildhaft und durchaus »Horror«like, wie so manches Ableben einiger Protagonisten.

Lange Zeit, schafft Hohlbein es immer wieder, die Lösung des Rätsels vor sich herzuschieben, so dass man beinahe so ungeduldig wird, wie der Polizist Bremer, dem die Erklärungen ebenfalls bereits vor der Hälfte des Buches versprochen werden. Dennoch, sind alle die Einsprengsel, wechselnden Perspektiven und immer wieder mal neue eingeschobenen Protagonisten mit ihren Erzählsträngen, immer wieder spannend, so dass nie Langeweile aufkommt.

Am Ende wartet »Azrael« mit einer, in der Geschichte durchaus plausilben, Erklärung auf, die in beidem, im Reich des Mystischen, wie auch in der Realität funktionieren konnte.

Also. Leser mit Lust auf einen spannenden Plot, mit ordentlichen Horroreinschüben, ein paar gelungenen Überraschungen und Spaß an detaillierten Beschreibungen von Bildern, Visionen und Ereignissen, können hier bedenkenlos zugreifen.




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