Dienstag, 21. November 2017

Sage mir, was du liest: "Nebelgänger. Totenkaiser Teil 2" von Bernhard Trecksel

Klappentext:

»Der Nebel bringt den Tod

Der Assassine Clach ist die letzte Waffe im Kampf gegen die Titanen. Diese finsteren Götter verfolgen kein geringeres Ziel als die Vernichtung der Welt. Clachs besondere Fähigkeit, nicht nur den Körper zu töten, sondern auch die Seele zu vernichten, ist das einzige, was sie fürchten. Doch er hat kaum Hoffnung auf Erfolg, denn die Pläne der Titanen sind bereits zu weit fortgeschritten, als dass er sie alleine aufhalten könnte. Clach muss sich mit seinen alten Widersachern verbünden – doch denen scheint die Rache an ihm wichtiger als die Rettung der Welt.«

Der zweite Teil der »Totenkaiser-Trilogie« steht dem ersten (zum Glück) in nichts nach.
Für den Leser lichtet sich allmählich der Nebel über der Welt und den Ereignissen. Man begreift langsam, was dieser Geschichte, diesem Weltenentwurf zu Grunde liegt und das ist genauso düster, unfassbar, wie es die Figuren der Trilogie empfinden müssen.

Was tot ist, bleibt nicht tot, scheint das Hauptmotto dieser faszinierenden und wirklich innovativen Welt zu sein.



VORSICHT SPOILER für die, die den ersten Band nicht kennen.
Wir erinnern uns: Die einzig, im klassischen Sinne, gute Person, Morven, wurde am Ende von Teil 1 getötet. Und doch lebt sie weiter. Im Schwert, dass der alternde, gischtgeplagte und von Ehrgefühlen bestimmte Barbar mit sich herumträgt. Das Schwert, dass ein Loch in die magische Kuppel über der Stadt riss und so den für alle, außer für die Barbaren und die Toten, giftigen Nebel hereinlässt.
Clach, der Assassine, führt ebenfalls ein Nichtleben, nachdem er am Ende des ersten Bandes getötet wurde, doch ein Magier aus längst vergangenen Zeiten schickt ihn mit einem Auftrag zurück. Der Assassine ist der einzige, der den von finsteren Kräften langsam wiedererweckten Titanen, gewachsen ist.
Sein untotes Dasein, erinnert in den großartigsten Momenten der Geschichte an »The Crow«. Düster, faszinierend ist der Killer plötzlich mit Gefühlen und Motiven ausgestattet, die er im Leben nie hatte.
Der Inquisitor Fennek Greskegard ist weiterhin ein skrupelloser Mensch, der foltern, intrigiert und über Leichen geht, der dennoch nicht so recht zum simplen Bösewicht taugt, da wir (die Leser) nun mittlerweile seine Motive kennen.

Ansonsten, ist dies ein typischer zweiter Akt, der klassischen 3 Akt Struktur. Es wird erst einmal eine Menge zerstört, einige Fäden erhalten überraschende Wendungen, etliches wird erklärt, es bleibt allerdings noch genügend Stoff für weitere Erkenntnisse und Plotpoints. Die Apokalypse in der Welt des Totenkaisers hat begonnen und mich die letzten Kapitel wirklich atemlos vor Begeisterung und Spannung zurückgelassen.

»Nebelgänger« ist seinem Vorgänger mehr als ebenbürtig. Eine Dark-Fantasy-Story für Erwachsene, von faszinierender Wortgewalt, einem großartigen Weltenentwurf mit wirklich neuen Ideen und großartig ambivalenten Hauptfiguren geprägt.

Erneut fünf begeisterte Sterne.



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